Priesteraushilfe Pfarrer G.R. Bruno Layr
P R I E S T E R A U S H I L F E
26. Sonntag im Jahreskreis, 26. September 2010 - LJ C

 

LIED ZUR ERÖFFNUNG

KREUZZEICHEN - LITURGISCHER GRUSS
Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen dessen, der uns hierher eingeladen hat und von dem alle guten Gaben unseres Lebens kommen,
+ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes.   A: Amen.

Der gute Gott, der uns reich macht mit seiner Liebe, er sei mit euch!

EINFÜHRUNG
Unser Leben ist begrenzt. Wir alle müssen dieses Leben einmal loslassen und werden im Tod vor das Angesicht Gottes gerufen. Wenn dieser Augenblick jetzt käme, könnten wir mit unserem Leben, unserem Tun und Lassen vor Gott bestehen?
Das Gleichnis vom armen Lazarus und dem reichen Prasser mahnt uns, mit unseren Begabungen und Gütern verantwortungsvoll umzugehen.
Denn wir Christen tragen auch Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben. Ein Christ, der sich nicht für seine Brüder und Schwestern verantwortlich weiß, hat seine Berufung als Christ und Mitmensch verfehlt. Eine Kirche, die innerhalb ihrer Mauern bleibt und die die Menschen ihrer Not überlässt, geht an ihrer Sendung vorbei.

Bitten wir nun den Herrn um sein Erbarmen, dass wir Aufnahme finden in seinem Reich:

EINFÜHRUNG
Liebe Gemeinde, haben Sie den Stand des Börsenbarometers diese Woche registriert?

Es gab erneut Gewinner und Verlierer im Dax und auch die Werte im Dow Jones sind nicht alle ungeschoren geblieben. Dort, wo es an den Finanzmärkten unserer Welt Gewinner und Verlierer gibt, stehen in letzter Reihe immer Menschen, die letztlich nur als Kostenfaktor, hin und wieder auch als Kapital auftauchen, aber in den seltensten Fällen als das, was sie sind, nämlich Menschen. Und wenn an den Märkten der Welt Lebensmittel gehandelt werden, dann steht da meist auch nur der Profit und nicht die Menschen, die damit ernährt werden können. Den Kreislauf von Gewinnern und Verlierern zu durchbrechen ist ein Anliegen der frohen Botschaft Jesu. Und daher dürfen wir hier in diesem Gottesdienst unser Leben mitbringen, egal, ob wir zu den Gewinnern oder Verlierern gehören. - kurze Stille -

KYRIE-RUFE
Herr Jesu Christus,
• dein Leben und deine Botschaft lassen unser Leben in einem neuen Licht erscheinen. Herr, erbarme dich unser.
• Dein Leben stellt unsere Vorstellung von Reichtum und Armut, von Erfolg und Versagen in Frage. Christus, erbarme dich unser.
• Dein Tod und deine Auferstehung ermutigen uns zur Hoffnung, wo alles sinnlos und vergeblich erscheint. Herr, erbarme dich unser.

VERGEBUNGSBITTE
Herr, vergib uns, wo wir über unseren Egoismus stolpern und die Not der Anderen aus dem Herzen verlieren. Mache uns bereit zu teilen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  A: Amen.

GLORIALIED

TAGESGEBET
Guter Gott, wir kommen zu dir, um bei dir Schutz und Geborgenheit zu finden. Wir bitten dich, zeige uns Wege zu mehr Gerechtigkeit, und mach uns barmherziger im Umgang miteinander.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.  Amen.

EINFÜHRUNG IN DIE 1. LESUNG
Es macht dem Propheten Amos keine Freude, mit Vorwürfen und Drohungen zu verunsichern. Aber er sieht zu klar, wie die führende Schicht ihre Verantwortung für die Armen vergisst, und er weiß, wohin das führen wird.

1. LESUNG AUS DEM BUCH AMOS 6,1a.4-7
Weh den Sorglosen auf dem Zion und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria. Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen holt ihr euch Lämmer aus der Herde und Mastkälber aus dem Stall. Ihr grölt zum Klang der Harfe, ihr wollt Lieder erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen, ihr salbt euch mit dem feinsten Öl und sorgt euch nicht über den Untergang Josefs. Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran. Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei.

EINFÜHRUNG IN DIE 2. LESUNG
Timotheus war der altkirchlichen Überlieferung nach der erste Bischof von Ephesus und musste sich als solcher mit Irrlehrern auseinandersetzen, die sich überdies durch Geldgier auszeichneten. Timotheus wird ermahnt, nicht ebenfalls der Versuchung der Habgier zu erliegen, sondern sich an der Botschaft Jesu zu orientieren, die allein ein sinnvolles Leben für alle ermöglicht.

2. LESUNG AUS DEM ERSTEN BRIEF AN TIMOTHEUS 6,11-16
Du aber strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut.
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.
Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist:
Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn, das zur vorherbestimmten Zeit herbeiführen wird
der selige und einzige Herrscher, der König der Könige und Herr der Herren, der allein die Unsterblichkeit besitzt, der in unzugänglichem Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag: Ihm gebührt Ehre und ewige Macht.

ZWISCHENGESANG

HINFÜHRUNG ZUM EVANGELIUM
Lukas führt uns mit der Beispielerzählung vom reichen Mann und dem armen Lazarus vor Augen, was es bedeutet, blind für andere und deren Bedürfnisse durchs Leben zu gehen. Schafft sich der Reiche nicht selbst eine Hölle, indem er nur an sich und die Vermehrung seines Reichtums denkt?
Die Welt ist klein geworden. Heute liegen die Armen vor unserer Haustür. Eine oder zwei Flugstunden entfernt.

AUS DEM HL. EVANGELIUM NACH LUKAS 16,19-31
In jener Zeit sprach Jesus: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte.
Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel.
Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren.
Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.
In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham und Lazarus in seinem Schoß.
Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer.
Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu. Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes.
Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden.
Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so dass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte.
Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen.
Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören.
Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren.
Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

PREDIGT
Jesus spricht heute von einem Menschen, der kein Herz und kein Auge für seine Mitmenschen hat. Dabei ist der Weg zum Notleidenden nur kurz, und es ist auch ganz klar, was getan werden muss. Aber - es geschieht nicht viel für den Menschen draußen vor der Tür, der die Hilfe seines Mitmenschen braucht.

Man kann sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass jemand im Überfluss lebt und nicht daran denkt, mit den Armen zu teilen. Reichtum muss nicht unbedingt blind machen für die ganz alltäglichen Bedürfnisse der einfachen Leute, aber er kann es, wenn reiche Leute sich in Kreisen bewegen, wo sie nichts anderes sehen und hören als Reichtum.
Es ist ja bekannt, dass es gerade in den armen Ländern der Erde Gesellschaftskreise gibt, die in unvorstellbarem Reichtum leben, meist losgelöst von jedem Kontakt zu den einfachen und armen Menschen im eigenen Volk.

Ich glaube, dass sich Jesus gerade gegen diese Missachtung des armen Menschen richtet. Jesus spricht vom Armen und Reichen als Menschen, die zum selben Volk gehören, die einen gemeinsamen Vater haben.
Für ihn ist wichtig: Menschen gehören zusammen, Menschen tragen füreinander Verantwortung, Menschen dürfen sich nicht gleichgültig sein. Und seine frohe Botschaft war von Anfang an: Gott ist der Vater aller Menschen.

Das sagt sich so leicht, wenn wir es gelten lassen in dem Sinne: Gott hat alle Menschen erschaffen. Aber diese Schöpfungswahrheit muss von den Menschen auch mit Leben erfüllt werden.
Das Bewusstsein muss wachsen, dass Gott der Vater aller Völker ist und dass diese Wahrheit für das Zusammenleben von uns Menschen lebensnotwendig ist.

Wenn wir sehen, wie es dem Reichen im Evangelium am Ende ergeht, könnten wir Mitleid haben und denken, es müsste doch auch für ihn einen Weg der Rettung geben; zumal er sich doch um seine Brüder sorgt, damit sie nicht dieselben Fehler machen wie er.
Und im Grunde ist ja auch noch alles offen. Denn tatsächlich erzählt Jesus ja eine Geschichte, aber er will einen ganz starken Akzent setzen:
Die Leute sollen aufgeschreckt werden, sie sollen deutlich sehen, auf welcher Seite Gott steht und wofür sich Jesus selber im Namen Gottes immer wieder eingesetzt hat. Gott steht auf der Seite der Armen.
Und das nicht erst, seit Jesus gekommen ist, sondern das konnte ein gläubiger Jude bei allen Propheten nachlesen und das hat er täglich in seinen Psalmen gebetet: Gott kümmert sich um die Armen, die vor ihm mit leeren Händen stehen.
Und es ist gut für jeden Menschen, ob er viel oder wenig besitzt, seine Hoffnung auf Gott zu setzen, so wie es der Arme täglich tun muss.
Und wenn Jesus sagt, dass diese Armen immer unter uns sein werden, dann meint er wohl damit, dass wir immer dieses Zeichen der Armut brauchen, um zweierlei zu verwirklichen: Das Teilen und die Hoffnung auf Gott. Er steht auf der Seite der Armen. Amen.

GLAUBENSBEKENNTNIS
Mit unserem Glaubensbekenntnis sprechen wir aus, auf welcher gemeinsamen Basis wir miteinander stehen. Diesen Glauben teilen wir mit vielen Menschen, die in einfachsten Verhältnissen leben und Gottesdienst feiern. Mit ihnen verbinden wir uns und bekennen gemeinsam unseren Glauben: Ich glaube an Gott ...

FÜRBITTEN
Guter Gott, du kennst unsere Schwächen, wenn es ans Teilen und ans aktive Handeln für Gerechtigkeit geht. Du kennst die inneren Kämpfe von uns Menschen, weil du selbst Mensch warst.
Du weißt, dass wir deiner Botschaft trauen möchten. Deshalb bitten wir dich:

• Hilf uns Christen, dass wir bereit sind, manchmal auf eigene Vorteile zu verzichten, wenn dadurch anderen geholfen oder Leben geschenkt wird.

• Hilf den Politikern, die international Verantwortung tragen, beim Aufbau gerechterer Wirtschaftsstrukturen, die auch den Armen hoffnungsvolle Perspektiven geben.

• Lass unsere Kirche eine deutliche Sprache sprechen, wenn es darum geht, Ungerechtigkeiten beim Namen zu nennen. Lass die Kirche und uns als ihre Mitglieder erkennen, wenn wir uns auf die Seite der Schwachen stellen müssen.

• Lass uns als Gemeinde immer mehr zu einer Gemeinschaft werden, wo andere sagen können: „Seht, wie sie miteinander teilen, einander lieben und füreinander da sind".

• Für die älteren, kranken und einsamen Menschen, die keinen mehr haben, der sich um sie kümmert. Lass sie Menschen finden, deren Blick der Liebe und der Tatkraft ihren niedergeschlagenen Augen nicht ausweicht.

Guter Gott, im Glauben daran, dass du unsere Bitten hörst und unser Bemühen siehst, vertrauen wir dir unsere Erde an und alles, was auf ihr lebt. Hilf uns zu einem Leben nach deinem Plan.
Darum bitten wir dich durch Christus unseren Herrn. Amen.

LIED ZUR GABENBEREITUNG

GABENGEBET
Guter und gerechter Gott, du hast uns nach deinem Bild geschaffen.
Nimm an unseren Dank, nimm an diese Gaben von Brot und Wein.
Wir wollen das Gute miteinander teilen und füreinander da sein.
Dann geschieht Gerechtigkeit hier und heute im Namen Jesu, der uns dies lehrte, dein Sohn und unser Bruder in Ewigkeit. Amen.

PRÄFATION AUS DEM SCHWEIZER HOCHGEBET III
Wir danken dir, treuer und barmherziger Vater,
für Jesus, deinen Sohn unseren Herrn und Bruder.
Seine Liebe galt den Armen und Kranken,
den Ausgestoßenen und Sündern.
An keiner Not ging er vorüber.
Sein Leben und seine Botschaft lehren uns,
dass du ein Gott bist, der sich der Menschen annimmt
wie ein Vater sich um seine Kinder sorgt.
Darum loben und preisen wir dich,
wir rühmen deine Güte und Treue
und verkünden mit allen Engeln und Heiligen das Lob deiner Herrlichkeit:

HEILIGLIED

ZUM VATER UNSER
Beten wir nun gemeinsam mit den Worten, durch die wir mit allen Christen der Welt verbunden sind:   A: Vater unser im Himmel …

ZUM FRIEDENSGRUSS
Der erste Schritt zum Frieden und zur Gemeinschaft ist, dass wir nicht wegsehen, sondern einander anschauen und wahrnehmen.
Geben wir uns so ein Zeichen des Friedens und der Gemeinschaft!

Dieser Friede des Herrn sei mitten unter uns!   A: Und mit deinem Geiste!

ZUR HL. KOMMUNION
Das Evangelium hat uns unsere Weltverantwortung vor Augen geführt.
Sie kann beinahe erdrückend sein. Deshalb schenkt uns Gott nicht nur die Nahrung, die unser Körper braucht, sondern auch das Brot des Lebens, das unsere Sinne und unser Denken nähren kann.
Christus ist mit uns, und wir sehen ihn in der Gestalt des einfachen Brotes, des Nahrungsmittels für Reiche ebenso wie für Arme.
Es schenke uns heute die Kraft, unser Leben zu prüfen und die Offenheit, uns von Christus her verwandeln zu lassen.
So seht Christus, das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt!
A: Herr, ich bin nicht würdig ...

Die Liebe Gottes haben wir daran erkannt, dass Christus sein Leben für uns gegeben hat!

KOMMUNIONLIED

MEDITATION NACH DER HL. KOMMUNION 1
Guter Gott, du siehst unsere Brüder und Schwestern,
Tausende von Meilen weg.
Du hörst, wie wir für sie beten, du siehst, was sie für uns tun.
Herr, wir bitten dich für unsere Brüder und Schwestern;
was ihnen weh tut, tut auch uns weh, es tut ja auch dir weh.
Rühr’ unsere Herzen an, lass uns nicht zu viel für uns bitten.
Solange wir noch Schuhe an den Füßen tragen,
lass uns für die Menschen bitten, die keine Füße haben.
Wache darüber, dass wir mit denen teilen, die nichts haben.
Sei du Brot den Menschen, die nichts haben;
sei du mit denen, die in Ungerechtigkeit ersticken.
Sei du mit denen, die alles haben.
Herr, sie sind auch nicht zufriedener als wir.
Sei mit denen, die Hunger haben, und mit denen,
die halbe Teller voll Essen wegschieben.
Wir alle sind deine Kinder, wir brauchen dich,
wir brauchen deine Liebe, damit wir uns untereinander lieben können.
Segne uns und unsere Brüder und Schwestern in aller Welt.    Aus Ghana

MEDITATION NACH DER HL. KOMMUNION 2
Falls du heute morgen gesund aufgewacht bist, bist du glücklicher als eine Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden.

Falls du nie einen Krieg erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Todesangst eines Gequälten oder Hunger gespürt hast, bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

Falls du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass dir gedroht wird, dass man dich verhaftet oder dich umbringt, bist du glücklicher als Millionen Menschen der Welt.

Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen, bist du reicher als 75 Prozent der Einwohner dieser Welt.

Falls du ein Konto bei der Bank hast und etwas Geld im Geldbörsel,
gehörst du zu den acht Prozent der wohlhabenden Menschen dieser Welt.

Falls man dir ein Buch geschenkt hast, bist du doppelt gesegnet:
Denn erstens hat jemand an dich gedacht und zweitens gehörst du nicht zu den zwei Milliarden Menschen, die nicht lesen können.

SCHLUSSGEBET
Guter Gott, wir durften Gäste sein an deinem Tisch, den du für alle deckst. Lazarus liegt noch heute vor unserer Tür. Lazarus, das sind ganze Völker, die hungern nach dem Tisch der Reichen.
Es ist nicht dein Wille, dass die Welt gespalten ist in Reiche und Arme, in Satte und Hungrige, in Arbeitende und Arbeitslose, in Beheimatete und Heimatlose.
Lass uns mithelfen, dass die Güter dieser Erde gerecht verteilt werden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  Amen.

VERKÜNDIGUNGEN

SEGENSBITTE
Segne unsere Füße, dass sie sich nicht abwenden,
sondern einen ersten Schritt zum Anderen tun.
Segne unsere Hände, die sich zur Faust geballt haben,
dass sie sich zum Händedruck öffnen.
Segne unsere Augen, in denen Bitterkeit liegt, dass sie Freundlichkeit ausstrahlen.
Segne unseren Mund, der verdammen will, dass er ein freundliches Wort findet.
Segne unser Herz, das auf Vergeltung aus ist,
dass es zur Vergebung bereit ist.
Herr, aus eigener Kraft können wir unsere Füße, Hände und Augen, unseren Mund und unser Herz nicht umkehren.
Verwandle uns durch deinen Segen:
Das gewähre uns unser Gott und Jesus, + der Sohn, dessen Kreuz Ausweglosigkeit hieß und den der Vater zum Leben befreite zum Bruder aller Menschen,
im Geist des Leben und der Liebe in Ewigkeit. Amen.

SENDUNG
So gehet nun hin und bringt der Welt Gerechtigkeit und Frieden!    A: Dank sei Gott, dem Herrn!

AUSZUGSLIED

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  Fassung vom: 31. 07. 2010