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LIED
ZUR ERÖFFNUNG
KREUZZEICHEN
- LITURGISCHER GRUSS
Ich begrüße Sie ganz herzlich heute zu unserer
Eucharistie-Feier!
Wir sind
eingeladen zum Fest des Glaubens und beginnen im Zeichen des
Kreuzes, das uns im Leben miteinander und mit Jesus Christus
verbindet
+ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes.
A: Amen.
Die Barmherzigkeit
Gottes des Vaters, die Liebe seines Sohnes und die Gemeinschaft
des Hl. Geistes sei mit euch!
EINFÜHRUNG
Liebe Freunde, es klingt vielleicht ein wenig naiv, aber von
Jesus wissen wir, dass Gott sich über jeden einzelnen
Menschen freut, der heute gekommen ist, um mit uns Gottesdienst
zu feiern.
Im heutigen
Evangelium hören wir von der Freude über Wiedergefundenes,
das verloren war. So gering es auch scheinen oder sein mag:
Jesus ist es wichtig.
Jeder und jede Einzelne sind ihm wichtig auch jeder von uns!
So werden auch wir heute damit hineingenommen in die Freude
von Menschen, die etwas sehr Wertvolles wieder finden.
•
Wir hören von einem Hirten, der sein Schaf verloren hat
und nun auszieht, um es wieder zu finden.
• Wir werden Zeugen der Freude einer armen Frau, die
den verloren gegangenen Teil ihres armseligen Besitzes wieder
findet.
• Schließlich geraten wir mitten in eine Familientragödie
hinein. Ein verloren geglaubter Sohn kehrt heim und wird mit
offenen Armen von seinem Vater empfangen.
Dies alles
sind Bilder des Umgangs Jesu mit uns Menschen und der Barmherzigkeit
Gottes zu uns allen.
Gottes
Logik ist für uns unbegreiflich. Wer kann es verstehen,
dass für ihn der Letzte der Erste und die Erste die Letzte
ist? Wem leuchtet es ein, dass in seinem Reich die Sünderinnen
und Sünder die umkehren, die wahren Fürsten und
Fürstinnen sind? Wer fühlt sich wohl damit, dass
alle den gleichen Lohn bekommen, unabhängig davon, wie
sie sich auch bemüht haben?
Aber Gottes
Logik ist die Logik der Liebe, die dem einen Schaf nachgeht,
die den verlorenen Sohn auf den Ehrenplatz setzt.
Fühlen wir uns von ihm im Stich gelassen, wenn er uns
zutraut, auf eigenen Beinen zu stehen?
Wo sehen wir uns stehen, wenn wir über Gott nachdenken,
ihn feiern, ihm danken? Gehören wir zu denen, deretwegen
er sich auf die Suche macht, oder sind wir die, die immer
bei ihm sind?
Im Vertrauen
darauf rufen wir nun Gottes Barmherzigkeit auf uns herab:
- kurze Stille -
KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
• du hast in die Menschenherzen das Verlangen eingepflanzt,
dich zu suchen. Herr, erbarme dich unser!
• Viele Menschen glauben, das Richtige zu tun und tun
doch das Verkehrte. Christus, erbarme dich unser!
• Viele Menschen wollen aus ihrem Alltagstrott ausbrechen
und gehen los, um in einer glitzernden Welt ihre Träume
vom wahren Leben zu verwirklichen. Herr, erbarme dich unser!
VERGEBUNGSBITTE
Ja, Herr, erbarme dich unser. Verzeih‘ uns, wenn wir
Fehler gemacht haben und stärke du uns durch deine barmherzige
Liebe. A: Amen.
GLORIALIED
TAGESGEBET
Guter Gott, wir sind hier zusammen gekommen. Jeden von uns
heißt du willkommen. Über jeden freust du dich.
Du bist wie eine liebende Mutter und ein liebender Vater.
Jeder einzelne ist dir wichtig und wertvoll. Du kümmerst
dich um uns und bist immer bei uns. Lass uns froh sein über
deine Liebe, die ganz groß und ganz weit ist in Ewigkeit.
Amen.
EINFÜHRUNG
ZUR 1. LESUNG
Gott hat es schwer mit seinem Volk: Immer wieder bricht Israel
den Bund. Immer wieder versagt die Kirche, immer wieder laden
Getaufte und Geweihte schwere Schuld auf sich. Warum gibt
Gott uns nicht auf? In der dramatischen ersten Lesung kommt
es fast dazu. Aber Gott lässt sich an seine eigene Treue
erinnern - und sucht sein Volk neu für sich zu gewinnen.
1.
LESUNG aus dem Buch Exodus 32,7-11.13-14
In jenen Tagen sprach der Herr zu Mose: Geh, steig hinunter,
denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt
hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg
abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich
ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden.
Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine
Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt
haben. Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk
durchschaut: Ein störrisches Volk ist es. Jetzt lass
mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt.
Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.
Da versuchte Mose den Herrn, seinen Gott, zu besänftigen,
und sagte: Warum, Herr, ist dein Zorn gegen dein Volk entbrannt?
Du hast es doch mit großer Macht und starker Hand aus
Ägypten herausgeführt. Denk an deine Knechte, an
Abraham, Isaak und Israel, denen du mit einem Eid bei deinem
eigenen Namen zugesichert und gesagt hast: Ich will eure Nachkommen
zahlreich machen wie die Sterne am Himmel, und: Dieses ganze
Land, von dem ich gesprochen habe, will ich euren Nachkommen
geben, und sie sollen es für immer besitzen.
Da ließ sich der Herr das Böse reuen, das er seinem
Volk angedroht hatte.
HINFÜHRUNG
ZUR 2. LESUNG
Paulus bekennt sich aus ganzem Herzen zu Jesus, der in die
Welt kam, »um uns Sünder zu retten«. So kann
nur einer reden, der im eigenen Leben gepackt wurde und zwar
so, dass sein Weg eine große Kehrtwendung nahm. Seine
Berufung zum Apostel lässt ihn zu seiner unheilvollen
Vergangenheit stehen, er schämt sich nicht, darüber
zu reden. Vielmehr verkündet er einen Gott, der in scheinbar
verlorenen Möglichkeiten die Chance seines Wirkens nutzt.
2.
LESUNG AUS DEM ERSTEN BRIEF AN TIMOTHEUS 1,12-17
Ich danke dem, der mir die Kraft gegeben hat: Christus Jesus,
unserem Herrn.
Er hat mich für treu gehalten und in seinen Dienst genommen,
obwohl ich ihn früher lästerte, verfolgte und verhöhnte.
Aber ich habe Erbarmen gefunden, denn ich wusste in meinem
Unglauben nicht, was ich tat. So übergroß war die
Gnade unseres Herrn, die mir in Christus Jesus den Glauben
und die Liebe schenkte.
Das Wort ist glaubwürdig und wert, dass man es beherzigt:
Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um die Sünder
zu retten. Von ihnen bin ich der erste.
Aber ich habe Erbarmen gefunden, damit Christus Jesus an mir
als erstem seine ganze Langmut beweisen konnte, zum Vorbild
für alle, die in Zukunft an ihn glauben, um das ewige
Leben zu erlangen.
Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen, unsichtbaren,
einzigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit.
Amen.
ZWISCHENGESANG
HINFÜHRUNG
ZUM EVANGELIUM
Es gehört zu den Glückserlebnissen, etwas Verlorenes
wieder zu finden. Entsprechend groß ist die Freude im
Himmel, wenn ein vermeintlich Verlorener zurückfindet
zu sich, zur Gemeinschaft, zu Gott.
AUS
DEM HL. EVANGELIUM NACH LUKAS 15,1-32
In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus,
um ihn zu hören.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten
sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern
ab und isst sogar mit ihnen.
Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte: Wenn einer
von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt
er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück
und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die
Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde
und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir;
ich habe mein Schaf wieder gefunden, das verloren war.
Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen
über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über
neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.
Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert,
zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus
und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet?
Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und
Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir: ich habe
die Drachme wieder gefunden, die ich verloren hatte.
Ich sage euch. Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes
Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.
Weiter sagte Jesus Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere
von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil,
das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen
und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses
Leben, und er verschleuderte sein Vermögen.
Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot
über das Land, und es ging ihm sehr schlecht.
Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte
sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt,
die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines
Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor
Hunger um.
Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:
Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem
deiner Tagelöhner.
Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah
ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm.
Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste
ihn.
Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und
gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein
Sohn zu sein.
Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das
beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an
die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her,
und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.
Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und
ist wieder gefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches
Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er
heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er
Musik und Tanz.
Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten
solle.
Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein
Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil
und gesund wiederbekommen hat.
Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater
aber kam heraus und redete ihm gut zu.
Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich
dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber
hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich
mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen
mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das
Mastkalb geschlachtet.
Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir,
und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen
wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder
war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden
worden.
PREDIGT
Liebe Freunde, ein langes Evangelium, das wir da gerade gehört
haben!
Lukas erzählt hintereinander das Gleichnis vom verlorenen
Schaf, von der verlorenen Drachme und vom verlorenen Sohn.
Letzteres wird bereits in der Fastenzeit erzählt.
Heute haben wir das ganze „Herzstück" des
Lukasevangeliums gehört: nämlich die Freude Gottes
über die Umkehr des Sünders. Sie steht eindrucksvoll
im Mittelpunkt.
Zunächst
zum Gleichnis vom verlorenen Schaf: Es könnte kaum ein
anschaulicheres Bild geben: Der Hirt geht seinem in die Irre
gelaufenen und übermüdeten Tier nach und nimmt es
auf seine Schultern; ein gutes Bild für eine ungleich
verblüffende Wirklichkeit: Gott holt das Verlorene heim!
Er ergreift selbst die Initiative, er müht und sorgt
sich um jedes einzelne Geschöpf!
Bei der verlorenen Drachme betont der Evangelist die Geringfügigkeit,
um derentwillen Gott sich bemüht. Typisch palästinensische
Verhältnisse der damaligen Zeit sind hier vorgestellt.
Die Frau ist arm; eine griechische Drachme ist ungefähr
der Tagesverdienst. Das Haus ist klein, vielleicht sogar fensterlos,
denn die Frau muss ein Licht anzünden, um zu suchen.
„Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen
und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich
habe die Drachme wieder gefunden, die ich verloren hatte".
Doch das Bild vom verlorenen Schaf ist uns wohl das wichtigere.
Hier können wir uns selbst erkennen. Das Gleichnis ist
auch für uns eine frohe, eine ermutigende Botschaft.
Sie sagt uns:
Gott liebt jede und jeden von uns ohne Vorbehalte; er geht
uns nach, wenn wir uns verloren haben, er trägt uns auf
seinen Schultern, wenn wir verlassen sind oder nicht mehr
weiterwissen, und er freut sich über unsere Heimkehr
zu ihm.
Und schließlich das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das
eigentlich „Gleichnis vom barmherzigen Vater" heißt.
Seine vergebende Annahme des jüngsten Sohnes ist der
Kritik des älteren Bruders ausgesetzt, und jeder und
jede muss sich entscheiden, ob sie sich mitfreuen oder in
Selbstgerechtigkeit verhaftet bleiben wollen.
Dieser Teil unseres heutigen Evangeliums ist der wohl bekannteste
und zugleich der uns am meisten herausfordernde.
„Wer aufbricht, kommt auch heim", so heißt
der Titel eines Wallfahrtsbuches.
Also muss man, um heimkommen zu können, erst einmal aufbrechen!
Unsicherheiten und Ungewissheiten auf sich nehmen. Diese Erfahrungen
aber fehlen dem älteren Bruder.
Sicher, er war „ordentlich" und als hilfreicher
Sohn auf dem väterlichen Hof geblieben aber er hatte
auch alles, was er zum Leben brauchte. Er war materiell und
wahrscheinlich auch gefühlsmäßig versorgt;
es fehlte ihm an nichts. Die Erfahrungen eines Weges mit all
dessen Unwägbarkeiten fehlte ihm aber. Also fehlten ihm
auch die Erfahrung der Heimkehr und der Freude über wieder
gefundenes Verlorenes.
Doch mit
dem, was uns das Evangelium in Form von Geschichten nahe bringen
will, sind wir alle gemeint. Nicht die andern sind die „Sünder",
auf die ich mit dem Finger zeigen kann.
Nicht den andern habe ich die rechte Moral zu predigen ich
selber bin damit ebenso gemeint. Welch ein Glück, dass
diese Botschaft uns allen gilt!
Ich wünsche
uns, dass wir uns an das Gleichnis vom verzeihenden Vater
in all jenen Situationen erinnern können, in denen Selbstgerechtigkeit,
Härte und Ungerechtigkeit gegenüber anderen sich
über Freude und verzeihendes Annehmen zu stellen drohen.
Amen.
GLAUBENSBEKENNTNIS
So wie wir sind, stehen wir vor Gott, sprechen zu ihm, reden
ihn an und bekennen unseren Glauben, indem wir nun miteinander
beten: Ich glaube an Gott, den Vater …
FÜRBITTEN
Guter Gott, der du wie ein guter Hirte für uns sorgst.
Zu dir können wir jederzeit kommen. Du hörst unsere
Freude und unser Lachen, unsere Ängste und unser Weinen
und auch unsere Wünsche und Bitten.
•
Wir bitten dich für alle Familien: Lass sie viel Gemeinschaft
und Wärme erleben.
•
Für die jungen Menschen, die ihren Weg suchen müssen
in einer Flut von Möglichkeiten, und die nicht so recht
wissen, woran sie sich im Leben orientieren sollen: Schau
sie an mit deiner Liebe, damit sie von ihr getragen das Leben
meistern.
•
Gib unseren älteren Mitmenschen Kraft, die Beschwerden
des Alters zu tragen und schenke ihnen Hoffnung auf das ewige
Leben.
•
Für uns, deine Gemeinde: dass nicht kleinlicher Streit
und enge Gerechtigkeit unser Leben bestimmen, sondern dass
die Bereitschaft zur Vergebung, zur Geduld und zur Versöhnung
uns zu einem Leben aus deinem Geist befähigt.
•
Für alle, die die Beziehung zu dir verloren haben: Suche
du sie und lass sie Wege finden, dir wieder von neuem zu begegnen.
•
Für uns alle: dass wir füreinander Geduld aufbringen,
Vergebung ermöglichen und dem Neuanfang eine Chance geben.
•
Für unsere Verstorbenen: dass ihr Leben und Wirken -
ob gelungen oder nicht - in deinem Reich einen würdigen
Platz hat.
Gott,
unser Vater, erhöre unsere Bitten. Du bist immer für
uns da. Mögen alle Menschen deine Liebe spüren und
lass uns deine Liebe weiterschenken. Darum bitten wir durch
Christus, deinen Sohn und unseren Bruder. Amen.
LIED
ZUR GABENBEREITUNG
GABENGEBET
Guter Gott, für das Mahl mit dem verlorenen Sohn ist
dir nichts zu teuer. Uns, deinen Söhnen und Töchtern,
hat Christus das Abendmahl geschenkt, für das wir nun
Brot und Wein und auch unsere Herzen bereitet haben. Wandle
du die Gaben und wandle auch uns, damit wir heimfinden zu
dir und alle mitbringen, die du uns anvertraust, durch Christus,
unseren Bruder und Herrn. Amen.
PRÄFATION
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir guter Gott Dank
zu sagen.
Du hörst nicht auf, uns zu einem reicheren Leben zu berufen.
Weil du ein Gott voll herzlichen Erbarmens bist,
wirst du nicht müde, uns immer neu deine Verzeihung anzubieten.
Du lädst den sündigen Menschen ein, auf deine Vergebung
zu bauen.
Obwohl wir deinen Bund gebrochen hatten, hast du dich nicht
von uns abgewandt.
Durch deinen Sohn Jesus hast du zwischen dir und der Menschheit
ein neues Band geknüpft, das nicht mehr zerreißt.
Immer wieder wendest du dein Volk dir zu und lässt es
aufatmen in Christus.
Du gibst ihm Mut, sich mehr und mehr dem Hl. Geist zu überlassen
und den Menschen zu dienen.
Darum bewundern wir dich und danken wir dir.
Wir verkünden die Kraft deiner Liebe
und die Freude deines Heil’s in Christus.
Wir vereinen unsere Stimmen
mit den ungezählten Stimmen des Himmels und rufen:
HEILIGLIED
ZUM
VATER UNSER
Mit den Worten Jesu wollen wir nun gemeinsam um Mut und Hoffnung
für unser Leben beten. A: Vater unser im
Himmel ...
ZUM
FRIEDENSZEICHEN
Wo Menschen so füreinander da sind, wie Jesus für
uns da war,
kann Frieden wachsen. Deshalb wollen wir bitten:
Herr Jesus
Christus, schau nicht auf unser Unvermögen,
sondern auf unser Bemühen und auf unseren Willen zum
Guten.
So schenke uns und allen Menschen der Erde deinen Frieden.
Dieser
Friede des Herrn sei allezeit mitten unter euch!
A: Und mit deinem Geiste!
Geben
wir einander ein Zeichen der Versöhnung und des Friedens!
EINLADUNG
ZUR HL. KOMMUNION
Jesus Christus, du hast mit den Menschen gelebt und dich mit
ihnen um einen Tisch versammelt.
Du hast die Menschen so angenommen, wie sie sind und waren,
und mit ihnen das Brot geteilt.
In unserer Gemeinschaft, in diesem Brot ist deine Liebe lebendig.
So dürfen wir das Brot des Lebens empfangen und gemeinsam
beten:
A: Herr, ich bin nicht würdig, …
Der Herr
ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an
Güte!
KOMMUNIONLIED
MEDITATION
NACH DER HL. KOMMUNION
Einmal Schaf sein, Mitglied der Herde,
keine Verantwortung, kein Sorgen für andere.
Einmal ein Hirte sein, einer, der weiß, wo es langgeht;
einmal eine Hirtin sein, die ihre Herde auf gute Weide führt.
Einmal ein verlorener Sohn sein, der alles verprasst, wie
er will;
einmal eine Erbin sein, die lebenslang nichts entbehrt.
Einmal ein barmherziger Vater sein,
der seine Arme ausbreitet und pure Liebe ist;
einmal eine barmherzige Mutter sein,
die ihr Kind annimmt, wie es ist.
Einmal suchen, einmal finden,
einmal gesucht werden, einmal gefunden werden.
Einmal ein Mensch sein. Einmal so handeln wie Gott.
Denn du
suchst mich, Herr, wenn ich vom Weg abgekommen bin.
Du holst mich wieder heim, damit ich nicht verloren gehe.
Und ich - suche ich dich?
Halte die Sehnsucht in mir wach, dich zu finden,
deine Spuren zu erkennen im Gesicht meiner Mitmenschen,
in der Schönheit der Schöpfung,
in den Zeichen der Zeit und auch auf dem Weg meines Lebens.
SCHLUSSGEBET
Guter Gott, auch wir können uns verirren und plötzlich
alleine dastehen. Doch wir vertrauen darauf, dass du uns immer
wieder suchst und uns zu dir heimbringst.
Wir glauben, dass du einen Tisch deckst für alle Menschen
auf der Welt. Lass auch für uns einen Platz dort sein.
Jesu Leben spornt uns an, es ihm nachzutun. Stärke uns
durch das heilige Brot bei unserem Tun. Lass uns auch neue
Wege wagen und entschlossen auf andere zugehen. Lass uns so
sein, wie du es wünschst. Dann soll wahr werden, was
wir zutiefst erhoffen, ein Tisch, an dem jeder Platz nehmen
darf und es reichlich für alle gibt, dein Reich auf Erden
und im Himmel. Amen.
VERKÜNDIGUNGEN
SEGENSBITTE
Der Herr sei mit euch!
In seinen
Geschichten über das Verlorene, über das Suchen
und Wiederfinden zeigt uns Jesus, wie er im Leben stand.
Damit sagte er auch etwas über Gott aus, nämlich
dass er ungeahnt barmherzig zu uns allen ist und sich wünscht,
dass auch wir so zueinander sind. So bitten wir:
Unsere
Gemeinden und Gemeinschaften, unsere Angehörigen, unsere
Alten und Kranken, alle, die uns ein Anliegen sind,
erfülle mit allem Segen des Himmels und der Erde der
barmherzige und treue Gott:
+ der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Amen.
SENDUNG
So gehet hin und bereitet Freude! A: Dank sei
Gott, dem Herrn!
AUSZUGSLIED
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Fassung
vom: 30. 07. 2010 |
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