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LIED
ZUR ERÖFFNUNG
KREUZZEICHEN
- LITURGISCHER GRUSS
Wir sind hier vor Gottes Angesicht versammelt. Ihm können
wir uns öffnen. Vor ihm dürfen wir sein, wie wir
sind: mit unseren Zweifeln und mit unseren Entscheidungen.
So beginnen wir unseren Gottesdienst
+ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes.
A: Amen.
Der Herr,
der uns vorgelebt hat, wie wir in dieser Welt leben sollen,
er sei mit euch!
EINFÜHRUNG
Meine lieben Freunde! Woche für Woche verkünden
wir in unseren Kirchen die Botschaft Jesu. Und oft mag es
so erscheinen, als würde sich durch unsere Bemühungen
nicht sehr viel verändern. Dass es nicht damit getan
ist, das Wort Gottes lediglich anzuhören, sondern dass
alle aufgefordert sind, es in ihrem Leben nach Kräften
umzusetzen, dazu aufzufordern wird die Hl. Schrift nicht müde.
Nachfolge Jesu bedeutet nicht nur auf sein Wort zu hören,
sondern eben auch, dieses Wort zu leben.
Als Jüngerinnen
und Jünger Jesu haben wir uns hier aber versammelt, um
uns von ihm selbst stärken zu lassen auf unserem Weg
der Nachfolge.
Jesus nachfolgen, das geht nicht ohne die klare Entscheidung
für ihn. Dies ist die nüchterne Aussage des heutigen
Evangeliums.
Und so wollen wir nun nachdenken: Wie war es in der vergangenen
Woche mit meiner Entscheidung für Christus? Welchen Platz
durfte er in meinem Leben einnehmen? - kurze
Stille -
Bitten wir den Herrn nun um sein Erbarmen:
KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
• manchmal machen wir uns große Hoffnungen und
entdecken dann das Kleingedruckte des Lebens. Schenke uns
Mut, wenn wir überfordert sind. Herr, erbarme dich unser!
• Manchmal machen wir selbst unsere Unterstützung
und unsere Zuneigung zu anderen Menschen von viel zu vielen
Bedingungen abhängig. Schenke uns Großzügigkeit
und ein liebendes Herz. Christus, erbarme dich unser!
• Manchmal fällt es uns zwischen all der Werbung
schwer zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben. Schenke
uns die Weisheit, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden.
Herr, erbarme dich unser!
VERGEBUNGSBITTE
Jesus, unser Bruder! Du kennst uns besser als wir uns selber
kennen. Verzeih’ uns unsere Fehler und Schwächen
und öffne unser Herz für deine Liebe. Amen.
GLORIALIED
TAGESGEBET
Lasset uns beten! Guter Gott, du hast uns in die Nachfolge
deines Sohnes gerufen. Sieh voll Güte auf uns und stärke
uns mit deinem Wort und deinem Brot, damit wir mit entschiedenem
Herzen deine Botschaft bezeugen.
Hilf uns, dass wir uns auf dich ausrichten und erkennen, wozu
du uns heute und hier rufst. Darum bitten dir dich durch Christus,
unseren Bruder und Herrn. Amen.
EINFÜHRUNG
IN DIE 1. LESUNG
Gottes Pläne mit uns können wir nicht verstehen.
Sie sind größer als alles, was unser Verstand begreifen
kann. Dass wir Gott trotzdem glaubend vertrauen dürfen,
erkannten schon die jüdischen Verfasserinnen und Verfasser
der Weisheitsliteratur vor über 2.000 Jahren.
1.
LESUNG aus dem Buch der Weisheit 9,13-19
Welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen, oder wer begreift,
was der Herr will? Unsicher sind die Berechnungen der Sterblichen
und hinfällig unsere Gedanken; denn der vergängliche
Leib beschwert die Seele, und das irdische Zelt belastet den
um vieles besorgten Geist.
Wir erraten kaum, was auf der Erde vorgeht, und finden nur
mit Mühe, was doch auf der Hand liegt; wer kann dann
ergründen, was im Himmel ist?
Wer hat je deinen Plan erkannt, wenn du ihm nicht Weisheit
gegeben und deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt
hast?
So wurden die Pfade der Erdenbewohner gerade gemacht, und
die Menschen lernten, was dir gefällt; durch die Weisheit
wurden sie gerettet.
EINFÜHRUNG
IN DIE 2. LESUNG
Der Brief des Apostel Paulus an Philemon ist ein sehr persönlicher
Brief. Ein entlaufener Sklave Philemons war zu Paulus ins
Gefängnis gekommen. Paulus hat ihn getauft und lieb gewonnen.
Nun schickt er ihn zu seinem Herrn zurück. Er bittet
nicht um die Freiheit des Sklaven. Er rüttelt nicht direkt
am sozialen Gefüge seiner Zeit. Wenn die Menschen, die
an Christus glauben, einander als Schwestern und Brüder
annehmen, dann wird sich auch irgendwann die rechte Ordnung
ergeben.
Denn Christ sein heißt lieben, und lieben heißt,
jemanden frei zu lassen.
2.
LESUNG aus dem Brief an Philemon 9b 10.12-17
Lieber Bruder! Ich, Paulus, ein alter Mann, der jetzt für
Christus Jesus im Kerker liegt, ich bitte dich für mein
Kind Onésimus, dem ich im Gefängnis zum Vater
geworden bin.
Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeutet mein
eigenes Herz.
Ich würde ihn gern bei mir behalten, damit er mir an
deiner Stelle dient, solange ich um des Evangeliums willen
im Gefängnis bin. Aber ohne deine Zustimmung wollte ich
nichts tun.
Deine gute Tat soll nicht erzwungen, sondern freiwillig sein.
Denn vielleicht wurde er nur deshalb eine Weile von dir getrennt,
damit du ihn für ewig zurückerhältst, nicht
mehr als Sklaven, sondern als weit mehr: als geliebten Bruder.
Das ist er jedenfalls für mich, um wie viel mehr dann
für dich, als Mensch und auch vor dem Herrn. Wenn du
dich mir verbunden fühlst, dann nimm ihn also auf wie
mich selbst!
ZWISCHENGESANG
HINFÜHRUNG
ZUM EVANGELIUM
Die Nachfolgeworte des heutigen Evangeliums zeigen Jesus in
der Radikalität seiner Botschaft, die nicht wörtlich,
sondern vielmehr ernst genommen werden will.
Leben oder gelebt werden durch andere, besitzen oder besessen
sein – mit diesen Fragen und praktischen Beispielen
konfrontiert Jesus seine Zuhörerschar und uns alle.
AUS
DEM HL. EVANGELIUM NACH LUKAS 14,25-33
In jener Zeit, als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte
er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht
Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern,
ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein
Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann
nicht mein Jünger sein.
Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann
nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das
ganze Vorhaben ausreichen?
Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt
hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann, und alle,
die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da
hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.
Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg
zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt,
ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen
kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt?
Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange
der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.
Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er
nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.
PREDIGT
Seien wir ehrlich: wer von uns hier wird zu den Aussagen Jesu
– die uns durch den Evangelisten übermittelt wurde
- nicht die eine oder andere Frage haben?
Manche werden vielleicht sogar mit dem Kopf schütteln.
"Wer nicht Vater, Mutter, Frau und Kinder, Bruder und
Schwester und auch das eigene Leben gering achtet, ja sogar
auf den ganzen Besitz verzichtet, kann nicht mein Jünger
sein."
Wenn wir diese zusammengefassten Aussagen wörtlich nehmen
müssten, so werden wohl die Allerwenigsten - Ausnahmen
finden wir am ehesten bei Einsiedlern, Mönchen und Nonnen
- von uns allen hier "echte" Jünger Jesu sein
können. Wie dürfen und müssen wir also die
Worte des Evangeliums verstehen?
Zunächst
müssen wir den Hintergrund der Zeit, als Jesus seine
engsten Jünger sammelte und auch die Zeit der jungen
Kirche, in der das Evangelium geschrieben wurde, berücksichtigen.
Jesus berief seine engsten Jünger und wohl auch Jüngerinnen
und zog mit diesen durchs Land.
Dazu gehörte für diesen engsten Kreis auch der Verzicht
auf feste Bindungen und die Loslösung von familiären
und örtlichen Verpflichtungen.
In der frühen Kirche war das Bekenntnis zu Jesus wahrlich
gefährlich. Als Christ galt es, eine Lebensentscheidung
zu treffen, die sich auch durch neue Prioritäten in Beziehungen
oder Gebräuchen usw. äußerte. Wenn es im Evangelium
heißt: "wenn ihr all das ... nicht gering achtet",
so besagt dies: Der Jünger darf sich durch familiäre
Bindungen nicht von der konsequenten Nachfolge abhalten lassen.
Hintergrund dieser Erklärung ist die Geschichte mit dem
großen Festmahl, zu dem jeder der Eingeladenen eine
eigene Ausrede privaten oder geschäftlichen Inhalts parat
hält.
Das Bekenntnis zu Christus war in der Urkirche oft mit der
Gefahr durch Verfolgung oder Tod am Kreuz verbunden.
In unserer
westlichen Welt versammeln sich Sonntag für Sonntag Christen
und Christinnen zum gemeinsamen Gottesdienst - wie wir heute!
Viele von uns kommen aus einer gut bürgerlichen Welt.
Vielen von uns - nicht allen wohlgemerkt! - geht es insgesamt
gut - trotz aller Probleme im Beziehungs-, Partnerschafts-,
Berufs- oder Gesundheitsbereich.
Viel Wohlstand - wenn manchmal auch bescheiden - konnte in
den Jahren nach dem Krieg erarbeitet werden. Verfolgung oder
Diskriminierung haben die Christen in unseren Breiten kaum
zu befürchten. Zu den höchsten Zielen und Werten
zählen neben guten Beziehungen, einer intakten Familie,
Geborgenheit, besonders auch die materielle Sicherheit.
Wie dürfen wir also heute Jünger Jesu Christi sein?
Reichen da der Taufschein und die Firmung? Reicht der regelmäßige
Gottesdienst am Sonntag?
Ich denke,
Nachfolge Christi hat auch heute etwas Herausforderndes und
bedarf eines entschiedenen JA mit so manchen Konsequenzen
- über den Taufschein und die Firmungsurkunde hinaus.
•
Wer Jesus nachfolgen will, wird sich wohl - wie seit 2000
Jahren - in einer christlichen Gemeinde einbringen, seinen
Glauben darin bekennen, beten und feiern.
•
Wer Jesus nachfolgen will, wird sich - ohne groß zu
fragen - solidarisieren mit den Benachteiligten dieser Welt
und an ihrer Seite für Gerechtigkeit und auch Frieden
kämpfen. Ich muss nicht extra anführen, wer zu den
Benachteiligten gehört: dazu gehören wohl auch die
vielen Menschen ohne Zukunft, auf der Flucht vor Verfolgung
in ihrer Heimat. Dazu gehören auch die am Rande stehenden
Menschen in unserem Land und die vielen an Nahrung und Bildung
hungernden Menschen in der 3. und 4. Welt.
•
Wer Jesus nachfolgen will, wird die Bereitschaft nicht ausschlagen,
selbst auch heilig werden zu wollen.
Heilig
- richtig verstanden - hat nichts mit Ekstasen, Wundern oder
Weltabgewandtheit zu tun. Heilig zu sein und zu werden ist
die eigentliche Berufung des Christen. Heiligkeit ist nicht
ein Kleid, das man am Eingang ins Geschäfts- und Wirtschaftsleben
an den Nagel hängen kann. Sie ist Wesensbestandteil der
Persönlichkeit und wird darum Ausdruck finden im privaten
Leben, als Vater oder Mutter, als Single, als junger oder
älterer Mensch, in der kulturellen, wirtschaftlichen,
kirchlichen und auch politischen Sphäre der Tätigkeit.
So verstandene Heiligkeit hat mit gesunden zwischenmenschlichen
Beziehungen und erlöster Mitmenschlichkeit zu tun. Das
ist die Umschreibung für ein altbekanntes Wort: nämlich
„Liebe“.
Es ist
nicht immer leicht mit der Nachfolge. Zur Nachfolge gehört
- und das wissen viele nur allzu gut - im Ernstfall auch das
Kreuz - die Annahme von Problemen, Anfeindungen, Unverständnis
und Leid.
Hinter all dem wissen und vertrauen wir aber, dass einer mit
uns geht und uns begleitet und aufrichtet, wenn wir müde
werden; uns das Kreuz zu tragen hilft, wenn es uns zu schwer
wird; der uns den Weg durch dieses Leben zeigt, wenn wir nicht
mehr weiter wissen. Es ist Jesus selbst - Er, der uns in seine
Nachfolge gerufen hat. Amen.
GLAUBENSBEKENNTNIS
Wir bekennen unseren Glauben an Gott, der uns zu Entscheidungen
herausfordert und der uns aber immer wieder neu die Kraft
gibt, zu ihnen zu stehen.
So wollen wir gemeinsam diesen unseren Glauben bekennen:
Ich glaube an Gott …
FÜRBITTEN
Miteinander und füreinander lasst uns nun zu unserem
Vater im Himmel beten, der uns alle in seine Nachfolge gerufen
hat:
•
Zeige uns als Gemeinde, wie wir uns gegenseitig im Glauben
stärken und mittragen können und stärke uns
in unserem Bemühen, dir nachzufolgen.
•
Für die Menschen, die in Gesellschaft und Kirche Verantwortung
tragen: um Menschenfreundlichkeit und Weisheit.
•
Für alle, die in Ehe und Familie leben: dass sie mit
deiner Kraft einander viel Liebe und Geborgenheit schenken
können.
•
Für uns selbst: um das Vertrauen, dass du uns nahe bist
und uns auffängst, wenn uns der Mut verlassen will.
•
Für unsere Verstorbenen: dass sie bei dir jene Heimat
und Geborgenheit finden, die sie ersehnt und an die sie geglaubt
haben.
Diese
und alle unsere unausgesprochenen Bitten bringen wir vor dich.
Wir bitten dich, erhöre sie und bleibe du uns nahe für
alle Ewigkeit. Amen.
LIED
ZUR GABENBEREITUNG
GABENGEBET
Guter Gott, viel ist es nicht, was wir dir anbieten: Brot
und Wein, kleine Zeichen unseres zerbrechlichen Lebens. Doch
diese Zeichen kommen von Herzen. In ihnen legen wir unseren
guten Willen zur Nachfolge, unser Bemühen um den nächsten
ernsthaften Schritt auf dich zu, auf den Altar. Blicke auf
unsere Armut und Leere, auf das Wenige, was wir dir schenken;
sprich Worte des Segens über unser Leben und wandle diese
Gaben in Zeichen deiner Nähe.
Darum bitten wir durch Christus, deinen Sohn, unseren Herrn
und Gott, der in der Einheit des Hl. Geistes mit dir lebt
und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.
PRÄFATION
In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott,
immer und überall zu danken.
Denn wir erkennen deine Herrlichkeit in dem, was du an uns
getan hast:
Du bist uns mit der Macht deiner Gottheit zu Hilfe gekommen
und hast uns durch deinen menschgewordenen Sohn
Rettung und Heil gebracht aus unserer menschlichen Sterblichkeit.
So kam uns aus unserer Vergänglichkeit das unvergängliche
Leben
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn preisen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen
und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit:
…
HEILIGLIED
ZUM
VATER UNSER
Als Menschen, die unabhängig von Geschlecht und Alter,
von Besitz und sozialem Stand im Glauben zu einer Gemeinschaft
von Brüdern und Schwestern zusammengefügt sind,
lasst uns beten:
A: Vater unser im Himmel, …
ZUM
FRIEDENSGRUSS
Friede kann wachsen, wo Versagen und Schuld vergeben werden.
So wollen wir den Herrn anrufen, dass er unter uns den Frieden
schafft:
Herr Jesus Christus, schau auf unser Bemühen dir nachzufolgen.
Schau auf die Sehnsucht so vieler Menschen nach Frieden und
Freiheit und schenke uns und allen Menschen in der Welt deinen
Frieden.
Dieser
Friede Jesu Christi sei allezeit mit euch!
ZUR
HL. KOMMUNION
Jesus Christus lässt uns auf dem Weg der Nachfolge nicht
allein.
Er will uns stärken durch seinen Hl. Leib.
Er kommt uns im Sakrament des Brotes entgegen.
So seht
Christus, das Lamm Gottes, im Brot des Lebens!
A: Herr, ich bin nicht würdig, ...
Christus
spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es
in Fülle haben.
KOMMUNIONLIED
MEDITATION
NACH DER HL. KOMMUNION 1
Herr, du rufst uns. Du brauchst uns.
Du hast 33 Jahre auf dieser Erde gelebt. Aber das hat nicht
gereicht.
Du hast nicht lieben können wie eine Mutter, dazu brauchst
du Mütter.
Du hast nicht für eine Familie sorgen können.
Dazu brauchst du Väter und Mütter.
Du hast nicht den Kranken von heute helfen können,
dazu brauchst du Ärzte und Krankenschwestern.
Du hast nicht den Menschen von heute das Brot brechen können,
dazu brauchst du Priester.
Du brauchst uns, um das, was du anfingst, in dieser Welt zu
vollenden.
Du brauchst uns, um Wunder zu wirken,
Wunder der Technik und der Wissenschaft,
Wunder dienender Liebe und Güte, Wunder des Friedens
...
Du willst auch durch mein Herz und durch meine Hände
die Welt menschlicher machen,
durch meine Vernunft und durch meine Arbeit;
denn es geht dir um die Welt von heute und um meine Mitmenschen.
Hinter all dem dürfen wir auf deine segnende Hand vertrauen!
MEDITATION
NACH DER HL. KOMMUNION 2
Das Kleingedruckte in der Kirche klingt auf den ersten Blick
nicht viel anders als ein Knebelvertrag. Wer Ohren hat zu
hören, der höre. (Pause)
Mein Jünger
kann nicht sein, wer Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder
und Schwestern den Vorrang vor Gottes Botschaft gibt. (Pause)
Mein Jünger kann nicht sein, wer sein Leben mehr liebt
als die Botschaft Gottes. (Pause)
Mein Jünger kann nicht sein, wer nicht sein Kreuz trägt
und mir nachfolgt. (Pause)
Mein Jünger kann nicht sein, wer nicht bereit ist, auf
seinen ganzen Besitz zu verzichten. (Pause)
Das ist
radikal. Klingt ziemlich absurd. Was soll das heißen?
(Pause)
Es wäre
Jesus zu billig, wenn wir ihm nachrennen, ohne an die Konsequenzen
zu denken. Es ist mit Widerstand zu rechnen. (Pause)
Es wäre Jesus zu billig, wenn wir seine Botschaft verkündeten,
ohne dass sich unser eigenes Verhalten änderte. Damit
würden wir seine Botschaft unglaubwürdig machen.
(Pause)
Jesus
ist ehrlich mit uns. Er hat selber erlebt, was es heißt,
Gottes Botschaft mit allen Fasern seiner Liebe den Menschen
zu verkündigen. Die Sache kommt einfach nicht überall
gut an.
In die Nachfolge Jesu gerufen zu sein, kann zu Familienstreit
führen.
Nachfolge Jesu kann mir auch Nachteile einbringen.
Nachfolge Jesu kann im Extremfall zu Verfolgung führen
und das eigene Leben kosten. (Pause)
Aber Jesus sagt: Trotz dieser Risiken lohnt sich die Nachfolge:
Sie macht uns lebendig bis in die Wurzelfasern unserer Seele.
Die Nachfolge gibt uns Sicherheit, dass Gott unsere Fehler
verzeiht. Die Nachfolge Jesus gibt unserem Leben Sinn, gibt
unserem Leben eine Richtung.
SCHLUSSGEBET
Guter Gott, dich wollen wir spüren, dort wo wir lieben,
dort wo wir arbeiten, dort wo wir miteinander Freud und Leid
teilen:
Gib uns in der kommenden Woche liebende Augen, offene Ohren,
freie Hände, und die Erinnerung an dein Wort, das uns
heute bestärkt hat, und sei uns nahe in Christus, unserem
Herrn. Amen.
VERKÜNDIGUNGEN
SEGENSBITTE
Bitten wir Gott nun um seinen Segen:
Der allmächtige
Gott, der Vater und Quell aller Weisheit segne und behüte
uns.
Der menschgewordene Gott Jesus Christus gehe uns voran auf
den Wegen des Lebens.
Der liebende Gott, der Hl. Geist, wohne spürbar mit seiner
Kraft in unseren Herzen.
Dazu segne,
begleite und behüte uns und alle,
für die wir heute besonders beten und die hier mit uns
gebetet haben,
der in seiner Liebe allmächtige und in Jesus allzeit
nahe Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Amen.
SENDUNG
So gehen wir nun hin in unseren Alltag
mit all seinen Sorgen, Problemen und Chancen.
Suchen wir die Einheit aller Dinge in der Liebe Gottes,
und laßt uns gehen in seinem Frieden! A:
Dank sei Gott, dem Herrn!
AUSZUGSLIED
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Fassung
vom: 29. 07. 2010 |
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