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LIED
ZUR ERÖFFNUNG
KREUZZEICHEN
- LITURGISCHER GRUSS
Wir haben uns zur sonntäglichen Eucharistiefeier versammelt,
das verbindet uns mit allen Christen dieser Welt.
+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes.
A: Amen.
Jesus Christus,
der das Heil aller Menschen will, ist unter uns und schenkt
uns seinen Frieden. ER sei mit euch!
EINFÜHRUNG
Meine lieben Freunde! Es ist, im Gegensatz zu früheren
Zeiten, heute ein Leichtes, Zugang zu allen möglichen
Informationen und Präsentationen zu bekommen.
Wir haben Zugang zu allem, was uns interessiert, was wir haben
wollen oder was uns einfach die Zeit vertreibt. Das Internet
macht's möglich.
Was dank dieser Kommunikationstechnik so leicht wurde, ist
oder bleibt bei manchen Menschen nach wie vor schwierig: Zugang
zu ihnen zu finden. Herzen sind schwieriger als Datenbanken
zu erreichen. Und wie ist das bei Gott? Hatten wir in letzter
Zeit Zugang zu ihm?
In Jesus Christus ist Gott zu uns gekommen und sucht Zugang
zu uns. Ihn rufen wir im Kyrie an und bitten um sein Erbarmen.
Kurze Stille
KYRIE-RUFE
Guter Gott,
• du hast diese Welt erschaffen und sie uns Menschen
anvertraut, damit wir dein Reich hier und heute schon Wirklichkeit
werden lassen. Herr, erbarme dich unser.
• du hast deinen Sohn gesandt, damit er uns zeigt, was
es heißt, als Mensch zu leben und die Gemeinschaft der
Liebe aufzubauen. Christus, erbarme dich unser.
• zu Pfingsten hast du uns deinen Hl. Geist geschenkt,
damit wir nicht geistlos leben, sondern der Liebe in dieser
Welt einen Platz bereiten. Herr, erbarme dich unser.
VERGEBUNGSBITTE
Der barmherzige Gott vergebe uns unsere Schuld, unser Versagen,
unsere Engstirnigkeit und Begrenztheit. Er gebe uns die Kraft,
aus der Erfahrung seiner Liebe immer wieder neu leben zu lernen.
A: Amen.
GLORIALIED
TAGESGEBET
Guter Gott, du verbindest alle, die an dich glauben, zur gemeinsamen
Suche nach gelingendem Leben. Gib uns Geduld und Ausdauer,
damit wir uns täglich neu bemühen, das zu tun, was
deinem Willen entspricht. Lass uns so in der Unbeständigkeit
dieses Lebens bei dir Orientierung und Klarheit finden, damit
unser Leben gelingt und in deinem Reich seine Vollendung findet.
Dir, dreieiniger Gott, sei die Ehre in Ewigkeit. Amen.
EINFÜHRUNG
ZUR 2. LESUNG
Es gibt Texte, die abschrecken und verstören. Die Rede
von Gott als Zuchtmeister gehört dazu. Generationen prügelnder
Väter und Lehrer konnten sich auf diese Stelle im Hebräerbrief
berufen. Was können wir dem Text heute abgewinnen? Es
gibt eine Zucht ohne Züchtigung, eine Zucht, die in Liebe
und Klarheit zum Leben befähigt.
Und so hören wir jetzt einen für unsere Ohren ziemlich
sperrigen Text, da sich die Erziehungsmethoden grundlegend
geändert haben. Die Zeit, Kinder zu schlagen, ist hoffentlich
vorbei. Genauso schlecht wäre es aber, Kinder überhaupt
nicht zu erziehen und sie sich selber zu überlassen.
2.
LESUNG AUS DEM HEBRÄERBRIEF 12,5-7.11-13
Brüder! Ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als
Söhne anredet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des
Herrn, verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.
Denn - wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt
mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. Haltet aus, wenn
ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne.
Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick
nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz, später aber
schenkt er denen, die durch diese Schule gegangen sind, als
Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.
Darum macht die erschlafften Hände wieder stark und die
wankenden Knie wieder fest, und ebnet die Wege für eure
Füße, damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt,
sondern geheilt werden.
ZWISCHENGESANG
HINFÜHRUNG
ZUM EVANGELIUM
Wem wird die Tür ins Reich Gottes offen stehen und wem
nicht? Eine unbequeme Frage, die Lukas im heutigen Evangelium
aufwirft. Ob wir eingelassen werden, liegt an unserem Verhalten
hier und heute. Gottesdienst und Menschendienst sind eine
Einheit und lassen sich nicht voneinander trennen.
Lukas ruft zur Wachsamkeit auf und zum entschlossenen Tun.
Die bloß äußerliche Teilnahme am Gottesdienst
reicht nicht aus, um ins Reich Gottes eingelassen zu werden,
wenn der übrige Lebensstil dem nicht entspricht.
AUS
DEM HL. EVANGELIUM NACH LUKAS 13,22-30
In jener Zeit zog Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem von
Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte.
Da fragte ihn einer: Herr, sind es nur wenige, die gerettet
werden?
Er sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften,
durch die enge Tür zu gelangen; denn viele, sage ich
euch, werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen
nicht gelingen.
Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt,
dann steht ihr draußen, klopft an die Tür und ruft:
Herr, mach uns auf!
Er aber wird euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr
seid.
Dann werdet ihr sagen: Wir haben doch mit dir gegessen und
getrunken, und du hast auf unseren Straßen gelehrt.
Er aber wird erwidern: Ich sage euch, ich weiß nicht,
woher ihr seid. Weg von mir, ihr habt alle Unrecht getan!
Da werdet ihr heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn
ihr seht, dass Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten
im Reich Gottes sind, ihr selbst aber ausgeschlossen seid.
Und man wird von Osten und Westen und von Norden und Süden
kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Dann werden manche
von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten
die Letzten.
PREDIGT
Die Frage, die Jesus da im Evangelium gestellt wird, ist auch
unsere Frage: »Herr, sind es nur wenige, die gerettet
werden?« Es ist die Frage danach, ob sich alle unsere
Mühen lohnen, um das ewige Leben zu erhalten.
Die Antwort Jesu
ist keine direkte Antwort auf die Frage. Sie gibt aber zu
denken: »Bemüht euch mit allen Kräften, durch
die enge Tür zu gelangen, denn viele werden versuchen
hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.“
Die Antwort, die
Jesus gibt, wirft neue Fragen auf: Warum bemühen sich
viele vergeblich? Was heißt: „Bemüht euch
mit allen Kräften!“? Kommt es also doch auf unsere
Kräfte an, auf unsere Werke und Verdienste, um das Heil
zu erlangen? Im Gleichnis vom barmherzigen Vater hat Jesus
es uns doch anders erzählt, dass es nämlich Gottes
Güte ist, die dem verlorenen Sohn Vergebung und Heil
schenkt. Besteht da ein Widerspruch zwischen dem Gleichnis
und dem heutigen Evangelium? Was will Jesus uns heute verkünden?
zum 1.: Unsere
Aufgabe besteht nicht darin zu spekulieren, sondern die Gaben
in unserem Leben zu entdecken, die Gott uns geschenkt hat.
Und die gilt es einzusetzen.
Zum 2.: Es ist
nicht richtig, vor Gott Berechnungen anzustellen. Darum dürfen
wir zu Gott nicht sagen: Wir haben für dich so viel getan;
jetzt bist du dran, uns den Lohn dafür zu geben. Gott
ist nicht unser Handelspartner. Wir bleiben vor ihm immer
Glaubende, Hoffende, Liebende und Bittende.
zum 3.: Unser Leben
ist manchmal hart und schwer. Krankheiten. Leiden und Behinderungen
kosten große Kraftanstrengungen. Der Glaube soll keine
zusätzliche Last sein. Er will erfahren lassen, dass
er uns hält und trägt.
Das Evangelium
ist also keine Drohbotschaft, sondern eine Frohbotschaft;
denn am Schluss heißt es: »Man wird von Osten
und Westen, von Norden und Süden kommen und im Reich
Gottes zu Tische sitzen.«
Es gibt also mit Gott Gemeinschaft und Freundschaft, nicht
nur für uns Christen, sondern auch für die Menschen
anderer Religionen. Gott ist der Gott und Vater aller Menschen.
Liebe Freunde! Wir haben keinen Grund, uns vor Gott zu fürchten.
Er ist kein unberechenbarer, furchterregender Gott, auch kein
kleinlicher Buchhalter. Er ist ein Gott, dem wir uns ganz
anvertrauen können. Er ist es, der uns liebt und rettet.
Durch Jesus Christus lädt er uns freundlich ein: »Kommt
alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen
habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen«. Amen.
ALTERNATIVES
GLAUBENSBEKENNTNIS – Nachapostolisches Bekenntnis
Ich glaube an Gott, der Liebe ist,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Ich glaube an Jesus, sein menschgewordenes Wort,
den Messias der Bedrängten und Unterdrückten,
der das Reich Gottes verkündet hat und gekreuzigt wurde,
deswegen ausgeliefert, wie wir der Vernichtung des Todes,
aber am dritten Tage auferstanden,
um weiter zu wirken für unsere Befreiung,
bis dass Gott alles in allem sein wird.
Ich glaube an den Hl. Geist,
der uns zu Mitstreitern des Auferstandenen macht,
zu Brüder und Schwestern derer,
die für Gerechtigkeit kämpfen und leiden.
Ich glaube an die Gemeinschaft der weltweiten Kirche,
an die Vergebung der Sünden,
an den Frieden auf Erden, für den zu arbeiten Sinn macht,
und an die Erfüllung des Lebens über unser Leben
hinaus. Amen.
Kurt Marti (Aus: ders., in: gemeinsam unterwegs,
hg. Ökumenischer Kirchentag Berlin 2003 e.V., Stuttgart
2003, Seite 146, © Radius Verlag GmbH, Stuttgart)
FÜRBITTEN
Bemüht euch nach Kräften, sagt Jesus. Die Mühe
um Barmherzigkeit schließt auch das Gebet für jene
ein, die es besonders benötigen:
• Wir beten
für die Menschen, die krank sind, und für all jene,
die heute nicht hier sein können, die aber auf unser
Gebet hoffen und unsere Liebe brauchen.
• Für
alle Menschen, die sich in der Gemeinschaft der Kirche für
dein Reich einsetzen: um Kraft und Phantasie für ihren
Dienst am Evangelium.
• Für
die Kinder und Jugendlichen in unseren Gemeinden: um Menschen,
die sie begleiten auf dem spannenden und spannungsreichen
Weg des Glaubens.
• Für
alle, deren Leben zu Ende geht; für alle, die in dieser
Stunde im Sterben liegen: um die Nähe lieber Menschen
und um die Hoffnung auf die Fülle des Lebens bei dir.
Guter
und treuer Gott, lass unser Reden und Handeln immer mehr dem
Reden und Handeln deines Sohnes gleich werden. Darum bitten
wir dich für heute und alle Tage unseres Lebens.
A: Amen.
LIED
ZUR GABENBEREITUNG
GABENGEBET
Vater im Himmel, du hast uns aus Liebe die Freiheit geschenkt,
damit wir als deine Mitarbeiter am Aufbau deines Reiches mithelfen.
Lass uns durch die Gaben, die wir gebracht haben und die durch
deine Liebe zu uns Menschen gewandelt werden, Kraft schöpfen
für unser Leben und die Verwirklichung deines Reiches
hier auf Erden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
PRÄFATION
Guter Gott, wir danken dir,
denn du bist es, der uns Mut gibt,
aufzubrechen aus Wegen, die nicht weiter führen.
Du bist es, der uns den Geist gibt, Wege zu suchen,
die deine Wege sind, Wege des Heiles.
Deshalb hoffen wir auf dich, weil du uns die Kraft gibst,
die uns herausführt aus unserer Gleichgültigkeit,
die uns unsicher werden lässt
in unseren selbst erschaffenen Sicherheiten.
Wir loben dich dafür, dass du uns bei unserem Suchen
immer wieder Zeichen deiner Gegenwart und deiner Treue gibst.
Wir preisen dich, weil du in uns den Glauben an dich wach
hältst.
Denn du bist es, der uns das Leben gegeben hat,
darum danken wir dir und loben dich:
HEILIGLIED
ZUM
VATER UNSER
Beten wir mit den Worten, die Jesus uns geschenkt hat, und
bringen wir unsere Verbundenheit dadurch zum Ausdruck, dass
wir einander die Hände reichen:
Vater unser im Himmel …
ZUM
FRIEDENSGEBET
Menschen, die sich auf andere Menschen einlassen und versuchen,
sie zu verstehen, tragen zum Frieden bei.
Es ist aber nicht immer leicht, Frieden zu halten: unter Einzelnen,
Gruppen und Nationalitäten. Aber im Licht von Ostern
ist es möglich, dass die Menschheit von Zerrissenheit
geheilt wird.
Unser Friedensgruß ist ein Anfang dafür:
Der Friede
unseres Herrn Jesus Christus sei allezeit mit euch!
A: Und mit deinem Geiste!
Geben wir einander
ein Zeichen dieses Friedens!
ZUR
HL. KOMMUNION
Wir haben miteinander gebetet und das Wort Gottes gehört.
Jetzt wollen wir uns vorbereiten, miteinander und mit Jesus
Mahl zu halten.
So seht
Christus, das Zeichen Gottes für die Völker!
A: Herr, ich bin nicht würdig ...
So spricht
der Herr: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das
Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich!“
KOMMUNIONLIED
MEDITATION
NACH DER HL. KOMMUNION
Selig, die aufmerksam sind für die Winke der anderen,
ohne sich jedoch für unersetzlich zu halten; sie werden
viel Freude säen.
Selig, die lachen können und kein böses Gesicht
machen;
ihre Wege werden sonnenbeschienen sein.
Selig, die es verstehen, die kleinen Dinge ernst und die ernsten
Dinge gelassen anzusehen; sie werden im Leben weit kommen.
Selig, die denken, bevor sie handeln, und beten, ehe sie denken;
sie werden viele Torheiten vermeiden.
Selig, die schweigen und lächeln können,
auch wenn man ihnen das Wort abschneidet;
sie sind dem Geist des Evangeliums sehr nahe.
Selig, die den Herrn in allen Wesen erkennen und lieben;
sie werden Licht, Güte und Freude ausstrahlen.
Selig, die fähig sind, sich auszuruhen, ohne dafür
Entschuldigungen zu suchen, denn sie sind weise. Selig, die
schweigen und zuhören können, denn sie werden viel
Neues lernen.
Selig, die intelligent genug sind, sich selbst nicht zu ernst
zu nehmen;
sie werden von ihren Mitmenschen geschätzt werden.
(Entdeckt in der Wallfahrtskirche Heiligenblut/Bayern;
gekürzt)
SCHLUSSGEBET
Gott unser Vater, du schickst uns auf den Weg, um schlicht
und ehrlich den Weg zu deinem Reich zu suchen. Öffne
unser Herz und unsere Augen für das, was auf uns zukommt
und für die, die uns begegnen. Lass uns die kleine Tür
finden, die den Zugang zu deiner Liebe bedeutet, in der du
uns erwartest, jetzt und in Ewigkeit. Amen.
VERKÜNDIGUNGEN
SEGENSBITTE
Nun wollen wir Gott um seinen Segen für die kommende
Woche bitten!
Wir denken an unsere
Angehörigen und Freunde unterwegs,
an jetzt Aufbrechende, an Zurückkehrende, an daheim Gebliebene
und an alle, denen wir versprochen haben, für sie zu
beten:
Herr, segne uns
mit Liebe und Ausdauer.
Segne uns mit Tatkraft und Geduld
und lass uns so zum Segen für andere werden.
So segne
und begleite uns der lebendige Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. A: Amen.
SENDUNG
Gehen wir, und bleiben wir in Gottes Frieden! A: Dank
sei Gott dem Herrn!
AUSZUGSLIED
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Fassung
vom: 30. 06. 2010 |
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