Gott.
Ich sehe dich nicht; und ich begreife nicht, was dieses Wort bedeutet.
Aber ich ahne: Du bist wie Licht, aber unendlich heller als die Sonne
und unendlich höher als der Himmel.
Darum glaube ich an dich.
Gott. Du bist wie
ein Vater, du bist wie eine Mutter, stark und geduldig, aber unendlich
mehr als Vater und Mutter zusammen. Du weißt den Weg, der gut
ist und zum Ziel führt.
Und du begleitest uns, dass auch wir ihn finden.
Darum glaube ich an dich.
Gott. Wie kann das
sein? Ich habe gehört: Du bist ganz oben, in der Herrlichkeit des
Himmels. Und du bist ganz unten, in der Not, wo Menschen leben, leiden
und sterben.
Ich habe von Jesus gehört, von seiner Liebe zu allen, also auch
zu mir.
Und davon, dass er mit dir sprechen konnte wie ein Kind zu seinem Vater.
Bist du also Vater und Sohn zugleich? Du wunderbares Geheimnis.
Darum glaube ich an dich.
Gott. Ich möchte
mit dir reden können, wie Jesus es getan hat.
Wenigstens ein bisschen. Ich bitte dich darum. Gib mir deinen Geist.
Gib mir deine Liebe. Ich habe gehört, dass uns Jesus dies versprochen
hat.
Ja, ich warte auf sein Kommen, ich warte auf dich.
Darum glaube ich an dich.
Das ist die Taufe:
Ich tauche ein in lebendiges Wasser; und reines Wasser fließt
über mich.
So strömt aus dem Herzen des Vaters im Himmel sein Heiliger Geist
herab in mein kleines Herz und schafft mich neu nach dem Bild seines
Sohnes, des lieben Herrn Jesus Christus.
Ich darf sagen: Gott, du bist mein lieber Vater.
Darum glaube ich an dich und will dir gefallen,
ein Leben lang.
(Mit
freundlicher Genehmigung des Herder Verlags, aus: Theodor Seeger, „Auf
dem Weg zur Taufe. Glaubensbekenntnis eines Schulkindes", in: Christ
in der Gegenwart)