Priesteraushilfe Pfarrer G.R. Bruno Layr
P R I E S T E R A U S H I L F E
GEBETE  -  ALTERNATIVE GLAUBENSBEKENNTNISSE

 

GLAUBENSBEKENNTNIS eines Kindes
Das GLAUBENSBEKENNTNIS wird von einem Kind gesprochen.
Der folgende Text dazu entstand anlässlich der Taufe eines neunjährigen Mädchens:

 

Gott. Ich sehe dich nicht; und ich begreife nicht, was dieses Wort bedeutet.
Aber ich ahne: Du bist wie Licht, aber unendlich heller als die Sonne und unendlich höher als der Himmel.
Darum glaube ich an dich.

Gott. Du bist wie ein Vater, du bist wie eine Mutter, stark und geduldig, aber unendlich mehr als Vater und Mutter zusammen. Du weißt den Weg, der gut ist und zum Ziel führt.
Und du begleitest uns, dass auch wir ihn finden.
Darum glaube ich an dich.

Gott. Wie kann das sein? Ich habe gehört: Du bist ganz oben, in der Herrlichkeit des Himmels. Und du bist ganz unten, in der Not, wo Menschen leben, leiden und sterben.
Ich habe von Jesus gehört, von seiner Liebe zu allen, also auch zu mir.
Und davon, dass er mit dir sprechen konnte wie ein Kind zu seinem Vater.
Bist du also Vater und Sohn zugleich? Du wunderbares Geheimnis.
Darum glaube ich an dich.

Gott. Ich möchte mit dir reden können, wie Jesus es getan hat.
Wenigstens ein bisschen. Ich bitte dich darum. Gib mir deinen Geist.
Gib mir deine Liebe. Ich habe gehört, dass uns Jesus dies versprochen hat.
Ja, ich warte auf sein Kommen, ich warte auf dich.
Darum glaube ich an dich.

Das ist die Taufe: Ich tauche ein in lebendiges Wasser; und reines Wasser fließt über mich.
So strömt aus dem Herzen des Vaters im Himmel sein Heiliger Geist herab in mein kleines Herz und schafft mich neu nach dem Bild seines Sohnes, des lieben Herrn Jesus Christus.
Ich darf sagen: Gott, du bist mein lieber Vater.
Darum glaube ich an dich und will dir gefallen, ein Leben lang.

(Mit freundlicher Genehmigung des Herder Verlags, aus: Theodor Seeger, „Auf dem Weg zur Taufe. Glaubensbekenntnis eines Schulkindes", in: Christ in der Gegenwart)