Priesteraushilfe Pfarrer G.R. Bruno Layr
P R I E S T E R A U S H I L F E
GEBETE  -  ALTERNATIVE GLAUBENSBEKENNTNISSE

 

Gedanken über das Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott.......

Mit diesen Worten beginnen wir Sonntag für Sonntag unser Glaubensbekenntnis bei der Heiligen Messe. Aber haben wir uns auch schon einmal gefragt, was dieses Glaubensbekenntnis für uns bedeutet? Ist es nur ein Teil der Sonntagsmesse oder ist es für uns ein wahres Bekenntnis zu Gott?

Ich weiss, es gibt das Sprichwort: "Glauben heisst nichts Wissen!" Und doch bin ich der Meinung, wir sagen im Glaubensbekenntnis mehr aus als nur die Tatsache, nichts zu wissen. Denn, wenn ich mich zu etwas oder zu jemanden bekenne, dann ist das schon etwas sehr Konkretes und nicht etwas Zweifelhaftes.

Im Glaubensbekenntnis bekenne ich eben meinen Glauben an Gott. Ich stelle mich gleichsam hinter Gott, wenn ich sage "Ich glaube an Gott". Ich zweifle nicht, ich zeige meine Hingabe, meine Treue und meine Liebe zu Gott.

Wir Menschen glauben doch oft an einen Mitmenschen. Jeder von uns wird schon einmal zu jemandem gesagt haben: "Ich glaube an Dich!" oder "ich glaube an den oder jenen". Und was bringen wir damit zum Ausdruck? Wir sagen gleichsam, ... zu dem stehe ich, dem halte ich die Stange, der hat das Zeug und macht das Unmögliche möglich, ich bekenne mich zu ihm. Ich zeige damit allen anderen, wie sehr ich auf diesen Menschen baue, wie sehr ich an ihn glaube.

ICH GLAUBE AN GOTT!

(G.G.)

 

NUR FÜR HEUTE ...

... werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben,
ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen
zu wollen

.... werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen:
vornehm in meinem Verhalten;
ich werde niemand kritisieren;
ja, ich werde nicht danach streben,
die anderen zu korrigieren oder zu verbessern ...
nur mich selbst.

... werde ich mich den Umständen anpassen,
ohne zu verlangen, dass die Umstände sich meinen Wünschen anpassen

.... werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen;
wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist,
ist eine gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele

.... werde ich eine gute Tat vollbringen,
und ich werde es niemanden erzählen....

werde ich etwas tun, das ich keine Lust habe zu tun;
sollte ich mich in Gedanken beleidigt fühlen,
werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.


... werde ich glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten -, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert,
als gäbe es sonst niemand auf der Welt......

... werde ich keine Angst haben.
Ganz besonders werde ich keine Angst haben,
mich an allem zu freuen, was schön ist, und an die Güte glauben.
Mir ist es gegeben, das Gute während der zwölf Stunden zu wirken;
mich könnte es entmutigen zu denken,
dass ich das ganze Leben durchsetzen muss.

Papst Johannes XXIII.