Was ist das?
Unter dem Apostolischen Glaubensbekenntnis verstehen wir eine Zusammenfassung
der wichtigste Glaubenssätze des Christentums. Die evangelischen
Christen beten fast dasselbe Glaubensbekenntnis (statt apostolisches sagen
sie allerdings christliches Glaubensbekenntnis).
Der
Name
Der Grund für die Namensgebung ist eine Legende. Am Pfingsttag sollen
alle Apostel, nachdem sie den Heiligen Geist empfangen haben, einen Satz
aus dem Glaubensbekenntnis formuliert haben. Sie hätten es dann zu
einem Ganzen gefügt und hätten die Völker nach diesem Glaubensbekenntnis
gelehrt.
Der
Ursprung
Schon im NT finden wir Bekenntnisformeln der Christen, in denen sie versuchen,
die wichtigsten Punkte ihres Glaubens zusammenzufassen. Je älter
die Kirche wurde, umso länger und genauer wurden diese Bekenntnisformeln.
Als Irrlehren das Christentum bedrohten, begannen Bischöfe und Lehrer
sich mit diesen Glaubensbekenntnissen gegen Irrlehren abzugrenzen.
Der
Ort des Gebetes
In den frühen Jahrhunderten wurde dann der Täufling nach seinem
Glauben gefragt. Drei Mal musste er antworten: "Ich Glaube".
Du selbst wirst bei der Erstkommunion und bei der Firmung gefragt, ob
du glaubst, und du musst deine Antwort darauf geben. Das Apostolische
Glaubensbekenntnis beten wir jeder Sonntagsmesse.
Die
Entstehung:
Bei der Taufe wurde der Täufling nach seinem Glauben gefragt. Die
Antwort gab er meistens in einem Glaubensbekenntnis, dessen Text später
im Apostolischen Glaubensbekenntnis festgelegt wurde. Nach dem Konzil
von Trient wurde dieses Apostolische Glaubensbekenntnis als Grundlage
für den Religionsunterricht genommen. Auch heute wird es an jedem
Sonntag im Gottesdienst als Erinnerung, Dank und zum Lob Gottes gebetet.
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen
...
Wir dürfen Gott unseren Vater nennen. Gott ist wie ein Vater.
...
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
Wir Christen glauben, dass Gott alles gemacht hat, was es gibt. Er ist
unser Schöpfer.
...
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herr, empfangen
durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,
Weihnachten erzählt davon dass Gott alles auf den Kopf stellen kann:
... von einem jungen, Mädchen, die von Gott ein Kind geschenkt bekommt;
... armen Hirten, die als erste den Sohn Gottes sehen;
... von einem Stall, von Maria und Josef, die flüchten müssen;
... von Gottessohn, der arm aufwächst.
...
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
Menschen können Menschen weh tun, verletzen und vernichten. Das hast
du sicher auch schon erlebt, wenn du zu Unrecht beschuldigt worden bist,
wenn man dir nicht geglaubt hast. Auch wenn alle Menschen gegen dich sind,
einer wird dich immer hören: Gott selbst. Diese hat auch Jesus am
kreuz erfahren.
...
hinab gestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von
den Toten,
Was ist das, das Reich des Todes? Unter dem Totenreich verstehet man heute,
dass Jesus durch sein Sterben den Tod jedes Menschen kennt. Jesus ist
auch bei denen, die schon vor ihm gestorben sind und ihm nicht gekannt
haben. Er lässt niemanden im Stich, weil er mit allen Menschen das
gleiche Schicksal, den Tod teilt.
...
aufgefahren in den Himmel;
Der Himmel ist nicht oben. Im Himmel leben heißt mit Gott zu leben.
Der Himmel ist dort, wo wir Gemeinschaft mit Gott haben. Gott hat Jesus
Christus auferweckt und zu sich geholt.
...
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird
er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, heiß das noch lange nicht,
dass alles heil und gut ist. Durch Jesus Christus ist erst der Anfang,
der neuen Welt gemacht. Wir müssen uns jeden Tag für das Leben
und für das Gute entscheiden.
...
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft
der Heiligen, Vergebung der Sünden,
Gemeinschaft der heiligen ist die Gemeinschaft der Glaubenden. Alle, die
ihr Leben an Jesus Christus ausgerichtet haben und ausrichten, gehören
zu dieser Gemeinschaft.
...
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Die Christen wissen, dass diese Welt, in der wir leben, nicht perfekt
ist. Viele Menschen werden noch ungerecht behandelt, werden krank, bleiben
einsam und werden ausgebeutet. Wir Christen aber glauben, dass Christus
all dies sieht, alle Menschen, die Ärmsten, Verachteten, Geschundenen
um sich versammelt und dass dann Gerechtigkeit geschieht.
Amen. |